Seit einigen Jahren kann man auf dem internationalen Kinoparkett eine wachsende Anzahl junger, innovativer Filmemacher der Philippinen erleben. Wie eine große Welle treten die Hauptvertreter des neuen, digitalen philippinischen Kinos auf das internationale Kinoparkett und verwischen tabulos alles dramaturgischen und kinematografischen Konventionen des Erzählkinos.

Gemeinsam mit dem Saarbrücker Kino achteinhalb organisiert der Verein Kinderhilfe Philippinen e.V. erstmalig die philippinischen Filmtage Cine-Phil. Die in dieser Ausrichtung in Deutschland einmaligen Filmtage möchten ein aktuelles Bild der philippinischen Filmszene geben und haben dazu neue Filme der letzten Jahre ins Programm genommen. Als besonderes Highlight wird der Regisseur Khavn de la Cruz seinen Dokumentarfilm Squatterpunk in einer Live-Performance selbst vertonen. Der Film, der bereits auf vielen internationalen Festivals lief, „ist hundertprozentig Punk – im Soundtrack“ und zeigt das Leben von Kindern und Jugendlichen in den Slums von Manila. Daneben werden Filme von Denis Marasigan (Sa North Diversion Road) und Raya Martin (Autohystoria) gezeigt, letzterer laut Robert Koehler, Filmkritiker bei der amerikanischen Variety, „easily the year's most radical and astonishing film.“



Das Programm im einzelnen:

Freitag, 22.02.08

20 Uhr -
Sa North Diversion Road (Dennis Marasigan, 2005)

Episodenfilm über ein sich  immer wiederholendes Thema: die Untreue des Mannes. Der Film gilt als einer der besten philippinischen Film des Jahres 2005.

Die Botschafterin der Philippinen, S.E. Delia Albert, wird die Filmtage eröffnen und lädt anschließend an den Film zu einem Umtrunk in den Räumen des Kultur- und Werkhofes ein.

Samstag, 23.02.08

20 Uhr - Squatterpunk
(Khavn de la Cruz, 2007)

Dokumentarfilm über das Leben von Kindern und Jugendlichen in den Slums von Manila.

Der Regisseur Khavn wird anwesend sein und eine musikalische Live-Performance zu seinem Film veranstalten.


Sonntag, 24.02.08

15 Uhr -
Bodenbesitzen. Stimmen von philippinischen  Kokosbauern (Janina Dannenberg/Johannes  Richter, 2006)

Im Anschluss: Bericht über ein Projekt der Menschenrechtsbeobachtung auf der Halbinsel Bondoc von Jennifer Lawonn

20 Uhr - Autohystoria (Raya Martin, 2007)

Filmischer Essay über die Geschichte der Philippinen - "Autohystoria" versammelt  autobiography, history, automatic und hysteria.


Die Filme werden in Original mit engl. Untertiteln gezeigt.

Adresse: Kino achteinhalb, Nauwieser Str. 19, 66111 Saarbrücken,
Tel:  0681-3908880